Ladeinfrastruktur von A bis Z.
Die wichtigsten Begriffe rund um Ladeinfrastruktur, Roaming und Abrechnung, kurz und ohne Fachchinesisch erklärt.
Stand: 3. Juli 2026
- CPMS (Charge Point Management System)
- Ein CPMS ist die Software, mit der Betreiber ihre Ladepunkte zentral überwachen, steuern, freischalten und abrechnen. Das POWR CPMS bindet Ladehardware herstelleroffen über OCPP an und bündelt Betrieb, Lastmanagement, Roaming-Anbindung und Abrechnung in einem Backend.
- eMSP (e-Mobility Service Provider)
- Ein eMSP gibt Ladekarten aus und ermöglicht Fahrerinnen und Fahrern das Laden über fremde Ladenetze per Roaming. Als eMSP bündelt POWR mit der POWR Karte den Zugang zum angebundenen Partner-Netz und rechnet Ladevorgänge im POWR Konto ab.
- CPO (Charge Point Operator)
- Der CPO ist der Betreiber der Ladeinfrastruktur: Er errichtet und betreibt Ladepunkte, hält sie am Laufen und legt die Tarife fest. Viele Unternehmen sind zugleich CPO für die eigenen Standorte und Kunde eines eMSP fürs Laden unterwegs.
- OCPP (Open Charge Point Protocol)
- OCPP ist das offene Standardprotokoll zwischen Ladestation und Backend. Es macht Betreiber unabhängig vom Hardwarehersteller: OCPP-fähige Stationen verschiedener Marken lassen sich im selben System betreiben, überwachen und abrechnen.
- OCPI (Open Charge Point Interface)
- OCPI ist das offene Protokoll zwischen den Backends verschiedener Anbieter, etwa zwischen CPO und eMSP. Es transportiert Standortdaten, Tarife und Ladevorgänge und ist damit die technische Grundlage für Roaming zwischen Ladenetzen.
- Roaming
- Roaming bedeutet, mit einer Ladekarte oder App auch an Ladepunkten fremder Betreiber zu laden. Die Abrechnung läuft über den eigenen Anbieter. Mit der POWR Karte laden Sie im angebundenen Partner-Netz und sehen den Preis je Standort vorab.
- HPC (High Power Charging)
- HPC bezeichnet das Schnellladen mit hoher Gleichstrom-Leistung, typisch entlang von Fernstrecken und in Ladeparks. HPC-Säulen laden kompatible Fahrzeuge in deutlich kürzerer Zeit als AC-Ladepunkte und stellen höhere Anforderungen an Netzanschluss und Lastmanagement.
- Ladepunkt und Ladestation
- Eine Ladestation ist die physische Säule oder Wallbox; ein Ladepunkt ist der einzelne Anschluss daran, an dem genau ein Fahrzeug lädt. Eine Station kann mehrere Ladepunkte haben. Abrechnung und Freischaltung beziehen sich immer auf den Ladepunkt.
- Lastmanagement
- Lastmanagement verteilt die verfügbare elektrische Leistung auf die aktiven Ladevorgänge, damit der Netzanschluss nicht überlastet wird. Dynamisches Lastmanagement passt die Verteilung laufend an und macht mehr Ladepunkte am selben Anschluss möglich.